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BUGA-Träume und die Realität

Die Medien überfluten im Moment die Bürger mit Werbetexten für die BUGA 2031. Schade, dass diese Werbung an vielen Stellen so schwammig formuliert ist, dass sich beim Leser Illusionen bilden können, die der Wirklichkeit nicht entsprechen.

1.) Nicht zwei sondern nur eine Millionen auswärtiger Gäste werden erwartet, denn die Machbarkeitsstudie rechnet mit einer Millionen (Mehrfach-)besuche von Wuppertalern.

2.) Nur an Wochenenden stehen UNI-Parkhäuser und Firmenparkplätze zur Verfügung, so dass neben dem neuen Zoo-Parkhaus an schönen Wochentagen für dreitausend Autos ca.15 000 m Parkfläche an Straßenrändern gebraucht werden.

3.) Alleine in Vohwinkel und Sonnborn werden diese 15 km Parkstreifen benötigt, nicht in Ronsdorf. Ab 08.00 Uhr werden täglich BUGA-Besucher in langen Schlangen parkplatzsuchender Autos in ganz Vohwinkel und Sonnborn alle freiwerdenden Parkplätze belegen und erst ab frühestens 16.00 Uhr wieder räumen, so dass die Anwohner ab 10.00 Uhr keine Chance haben, nach dem Einkaufen, Arztbesuch oder KInderabholen als Anwohner wieder einen Parkplatz zu finden.

4.) Keinen einladenden Blick auf Wuppertal bekommen Auswärtige, wenn sie über die BUGA- Hauptflächen im abstoßenden Tescher Loch und auf dem lauten Lokschuppengelände spazieren gehen. Es ist eine Illusion, dass die Erfahrungen langer Staus, zeitraubender Parkplatzsuche und schwieriger, bergiger Wege zwischen den Arealen Besucher zum Wiederkommen als Touristen oder zukünftige Wuppertaler einladen könnten.

5.) Die Bewerbung der Stadt bei der BUGA-Gesellschaft und die Verträge im Frühsommer 2022 würden die gemeinsam für gut befundene Machbarkeitsstudie zur Grundlage haben. Umzäunte, eintrittspflichtige BUGA-Flächen in den Stadtquartieren außer direkt um Vohwinkel sind damit ausgeschlossen. Für alle anderen Aktivitäten (Fahrradweg etc.) sieht die Machbarkeitsstudie nur 2,3 Mio. € vor. Alles andere muss zusätzlich finanziert werden.

6.) Förderwürdige und -fähige Stadtentwicklungsprojekte sollte und könnte Wuppertal ohne die BUGA-Gesellschaft dort entwickeln, wo das für die Stadtstruktur besonders sinnvoll ist. Ein Park im Tescher Loch gehört sicher nicht dazu. Wir brauchen Projekte, die wirtschaftlich, bildungsmäßig und ökologisch ganz Wuppertal wirklich voranbringen, wertvoll sind und dauerhafte Werte und Arbeitsplätze schaffen.

7.) 70 Mio. € könnten ohne BUGA wesentlich mehr Chancenreichtum für ein attraktiveres Wuppertal eröffnen. 100000 € jährlich für einen Spezialisten für Fördergelder brächten eine innovativere Vielfalt an Entwicklungsmöglichkeiten als die einengenden Ziele einer örtlich begrenzten BUGA. Z.B. zöge ein Stadt-Tourismuskonzept gezielter und früher Touristen nach Wuppertal als die Hoffnung auf zukünftige Touristen als Nachwirkung der BUGA.

 

Manfred Alberti

(Leserbrief eingereicht am 08.05.2022 bei WZ und WR)

 

 

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© Manfred Alberti

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