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Mini - Quartierszentren in Wohngebieten

 

Zu der Diskussion um einen nachhaltigen Stadtumbau möchte ich gerne einen Akzent beisteuern, den ich bislang in der öffentlichen Diskussion vermisst habe:

Der (Wieder-) Aufbau einer wohnungsnahen Infrastruktur in reinen Wohngebieten mit mehreren tausend Einwohnern.

Für den Aufbau neuer Grundinfrastruktur in dörflichen Gegenden Deutschlands gibt es etliche Konzepte und Förderprogramme. Über Planungen oder Förderprogramme für diese gleiche notwendige Infrastruktur in reinen Wohngegenden am Stadtrand (mit erheblich mehr Einwohnern in Gehentfernung) habe ich bislang nichts gehört oder gelesen.

Bislang sind Bewohner auf ihr Auto oder auf den ÖPNV angewiesen. Gerade von Älteren wird diese fehlende Infrastruktur als Mangel an Lebensqualität und Abhängigkeit von anderen sehr beklagt.

Durch eine begrenzte wohnungsnahe Infrastruktur könnten erhebliche Zahlen an Autofahrten überflüssig werden.

 

Mini-Quartierszentren in Wohngebieten

Es gibt in Wuppertal viele reine Wohngebiete außerhalb der Stadtzentren, die keinerlei Einkaufsmöglichkeiten und keine Treffpunkte mehr aufweisen. Selbst für kleine Einkäufe müssen Fahrten zu Einkaufszentren unternommen werden.

Hintergrund: Bei dem Aussterben der fachspezifischen Einzelhandelsgeschäfte (Bäcker, Fleischer, schlecker, Friseur, Schneiderei, Lotterieannahme etc) vor 20 Jahren gab es Versuche, diese Läden durch Konzentration auf bestimmte Standorte zu erhalten (Z.B. Röttgen). Trotzdem haben sich die eigenständigen Facheinzelhandelsgeschäfte als nicht rentabel erwiesen.

Seit einigen Jahren gibt es für Dörfer im ländlichen Bereich etliche Versuche, kleine Geschäfte mit einem breiten Angebotsspektrum (Lebensmittel, Brötchen - Brot, Drogerieartikel, Zeitschriften, Textilien, Lotto, dhl, Bankautomat, Wäschereiannahme) bei geringer Grundauswahl aufzubauen. Dafür gibt es bundesweit etliche Unterstützungsprogramme.

Ich weiß nicht, ob es solche Aufbauprogramme speziell auch für die reinen Wohnviertel von Städten gibt. Solche Geschäfte und Kioske in städtischen Außenwohnvierteln könnten viele Fahrten in die Stadt oder zum nächsten Supermarkt ersparen.

Ein m. E. gutes Beispiel: Das Lebensmittelgeschäft Tesche mit Lotto und dhl in der Bahnstraße 75 erspart bei kleineren Besorgungen die doppelt so weite Fahrt nach Vohwinkel. Das familiengeführte Geschäft (früher Schlecker / edeka) existiert seit fast zehn Jahren, es trägt sich also und wurde gerade mit neuer Inneneinrichtung renoviert.

 

Vorschlag:

Im Rahmen der Stadtstrukturentwicklung könnte es m.E. sinnvoll sein, solche Modelle auszuprobieren, um Autofahrten zu reduzieren und gleichzeitig das Leben in Wohnvierteln gerade auch für ältere Menschen und Familien mit Kindern zu verbessern.

Am Beispiel des Siedlungsgebietes Düsseler Höhe / An der Piep / Radenberg mit einigen tausend Einwohnern im Umkreis von 500 m und erheblichen weiteren Bebauungsmöglichkeiten auf Haldenflächen des Kalksteinabbaus:

In einem (zu bauenden) Gebäude an der zentralen Kreuzung Wiedener Straße / An der Piep / Kirchenfelder Weg sollte Platz sein für

a) ein oben beschriebenes Geschäft mit Lebensmitteln incl. Obst und Backwaren, Lotto, Schul- und Bürobedarf, dhl, Wäschereiannahme, etc.

b) in diesem Geschäft könnte ein kleiner Cafe-Bereich (wie in der Bahnstraße) beinhaltet sein;

c) eine Hausarztpraxis,

d) einen Friseur,

e) einen Bankautomaten;

f) eine (zeitlich begrenzte) Apothekenausgabe,

g) einen Raum als Bürgertreffpunkt, in dem Vereine, Kirchen, einzelne Veranstalter und auch Firmen Veranstaltungen anbieten können: Krabbelgruppen, Kinderclubs, Seniorentreffen, Vereinstreffen, Bürgervereine, Hobbygruppen, Gymnastikgruppen, Wahllokal, städtische Infoveranstaltungen, etc.

 

Ich denke, dass es etliche Siedlungsgebiete in Wuppertal gibt, wo ein solches Angebot in Gehentfernung der Wohnungen gut angenommen, viele Autofahrten überflüssig machen und die Wohnqualität verbessern würde: z.B. im Wuppertaler Westen: Nützenberg, Lüntenbeck, Zooviertel, Pahlkestraße, ...

Die Stadt könnte solche offensichtlichen Plätze ausfindig machen, Investoren ansprechen oder selbst solche Gebäude errichten. Solche Minizentren könnten sich als Magnet erweisen für heute verstreut liegende Angebote (Praxen, Friseur etc.).

 

 

 

 

 

 

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© Manfred Alberti

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