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BUGA-Kreativität zu spät

Wuppertal war einmal die Stadt mit den zweitmeisten angemeldeten Patenten in Deutschland. "Moppern", Meckern und daraus folgende Kreativität gehören zur Wuppertaler Kernkompetenz.

Leider hat diese Kreativität in den letzten drei Jahren Buga-Diskussion wenig hervorgebracht. Jetzt sind alle Entscheidungen gefallen und bei dem Bürgerentscheid im Mai geht es nur noch um eine einzige Frage: "Soll sich die Stadt Wuppertal entgegen dem Ratsbeschluss vom 16. November 2021 nicht für die Bundesgartenschau 2031 bewerben?Wer also gegen die Buga ist, muss mit "Ja" stimmen; etwa im Sinne: "Ja, ich bin für das Aus für die Buga!". Dann ist für 2031 die Bundesgartenschau in Wuppertal endgültig gestorben.

Sollten doch manche die Durchführung einer Bundesgartenschau 2031 befürworten, sind die möglichen Alternativen innerhalb des Konzeptes der Machbarkeitsstudien sehr eng. Wenn eine Sommerrodelbahn von der Königshöhe zum Stadion attraktiver wäre als die Hängeseilbrücke, könnte ein solcher Austausch von zwei Highlights meines Erachtens durchaus möglich sein.

Aber alle momentan von unterschiedlichsten Seiten vorgeschlagenen Alternativen - Bergische Buga, Buga in der ganzen Stadt, Buga mit Radfahrkonzept etc - sind angesichte der Rahmenkonzepte für Bundesgartenschauen nicht machbar - erst recht nicht mehr für 2031.

Idealerweise sollte eine Buga eine große Brachfläche umgestalten zu einem attraktiven Park. Dadurch bekäme eine Stadt für zig Millionen € Buga-Beitrag einen echten dauerhaften Gegenwert: Heilbronn baute auf seinem zugeschütteten Hafen einen neuen grünen Stadtteil, ebenso wie Mannheim auf einem alten Militärgelände. In Erfurt wurde die Zittadelle Petersberg zu einem attraktiven Freizeitpark umgestaltet. Leverkusen bekam durch den Park auf dem Abraumgelände der Bayerwerke eine Rheinpromenade, die für Bürger und Besucher ein bleibender Anziehungspunkt ist. Den krönenden Abschluss solcher Baumassnahmen bildet dann das Fest der Bundesgartenschau.

Für dieses Fest werden eine oder zwei umzäunbare Großflächen als Areale der Buga benötigt, in denen verschiedenste Themengärten, gestaltet von Deutschlands besten Gartenbaubetrieben,  mit Blumen oder Pflanzen gegen Eintritt (mindestens 30 €) besichtigt werden können.

Wenn eine Stadt wie Wuppertal keine Brachflächen hat, aber trotzdem 70 Mio.€ investieren will, um z.B. Touristen anzulocken, dann macht das die Bundesgartenschau GmbH mit und schlägt ein touristisches Highlight vor wie eine Hängeseilbrücke.

Areale und Highlight bilden die eigentliche Bundesgartenschau, für die in Wuppertal ca. 140 Mio. € geplant sind. Davon ständen ca. 3 Mio. € für begleitende Massnahmen im Stadtgebiet, wie Aufhübschen vorhandener Parks, zur Verfügung.

Für alle anderen Massnahmen muss eine Stadt dann extra bezahlen. Die Buga freut sich über viele zusätzliche kreative Ideen und die meisten Städte schultern dann noch einmal einen zweistelligen Millionenbetrag. Aber die eigentliche Bundesgartenschau ist von Radzufahrten, stadtweiten ökologischen Experimenten oder Städtekooperationen nicht oder nur ganz am Rande betroffen.

Wenn die Bundesgartenschau 2031 durch den Bürgerentscheid abgelehnt wird, dann könnte man sich auf die Suche nach Brachflächen machen, die durch Ideen der Bundesgartenschaugesellschaft und der renommiertesten deutschen Spezialisten neu genutzt werden können: Z.B. die Kalksteinbrüche oder Halden im Westen Wuppertals und in Niederberg. Die Investitionen von zig Mio. € würden riesige Flächen für neue Wohngebiete schaffen und man könnte z.B. überregional attraktive Freizeiteinrichtungen bauen.

Für 2031 kommen solche Überlegungen viel zu spät. Die Stadt hatte sich zu lange alleine auf das unattraktive Tescher Loch, den Zoo und die Hängeseilbrücke festgelegt. Wenn jetzt der Bürgerentscheid das "Ja zum Aus für die Buga 2031" besiegelt, dann könnte man neu anfangen zu überlegen, ob es Brachen in Wuppertal gibt, deren Neunutzung hohe Millioneninvestitionen zum Vorteil der Wuppertaler Stadtstruktur rechtfertigen. Danach könnte man zum Abschluss voller Stolz das Fest der Bundesgartenschau mit Hunderttausenden auswärtiger Besucher feiern.

 

veröffentlicht in WTOTAL am 25.03.2022

 

 

 

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© Manfred Alberti

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