Das Hauptziel der BUGA ist unerreichbar:
Durch erlebnisreiche und schöne BUGA-Besuche das Image Wuppertals zu verbessern und für Besuche in Wuppertal auch nach der BUGA zu werben
Denn solchen Zielen würden mehrere unschöne Erfahrungen entgegenstehen, die BUGA Besucher machen werden.
1.1. Verärgerungen über Staus bei An- und Abreise
Besucher mit PKW oder in Reisebussen werden morgens und abends auf allen Strecken rund um die BUGA in Vohwinkel, Sonnborn und Elberfeld West durch die wenigen und überlasteten Straßen und durch den
gleichzeitigen Neubau des Sonnborner Kreuzes der A 46 und A 535 massive Staus erleben. Verärgerungen über den Zeitverlust sind selbstverständlich.
1.2. Verärgerung über die sehr kleine BUGA
Die Wuppertaler BUGA ist mit 29 Hektar Ausstellungsfläche sehr klein und die kleinste BUGA seit 1951. Die Landesgartenschau in Neuss 2026 besitzt mit 39 Hektar ein Drittel mehr
Ausstellungsfläche.
1.3. Verärgerung über die zersplitterten Ausstellungsgebiete
Neben dem Hauptareal Tesche mit 11 Hektar gibt es den Eingangsbereich Lokschuppen mit 2 Hektar, den Sportpark mit 5 Hektar, den Grünen Zoo mit 1,1 Hektar Ausstellungsfläche für die BUGA und
zwei 4 und 5 Hektar große Areale rund um die Brückenköpfe der Hängeseilbrücke.
1.4. Verärgerung über die weiten Wege von den Parkplätzen und zwischen den Ausstellungsflächen
Zwischen den Arealen müssen die Besucher außerhalb der Areale weite Wege zurücklegen, für die teilweise öffentliche Verkehrsmittel benutzt werden müssen. Nur wer Glück hat, kann nach vermutlich
meistens langen Schlangen einen Platz in der Schwebebahn ergattern.
1.5. Enttäuschung über die "normale" Brücke mit Pylonen statt einer reinen Hängeseilbrücke im tibetischen Style
Besucherattraktionen sind in Deutschland die reinen Hängeseilbrücken, die alleine an den beiden Talseiten im Fels verankert sind und von Seite zu Seite durchhängen (Hunsrück, Harz, Willingen, Reutte
in Tirol, bis 2031 wohl auch Schloß Burg). Die in Wuppertal geplante Brücke gleicht in der Konstruktion dagegen einer normalen Rheinbrücke mit zwei Pylonen, an denen die Brücke hängt.
Weitere Probleme der BUGA-Planungen, die teilweise unlösbar sein dürften
2.1. Besetzte kostenlose Parkplätze der Anwohner in Vohwinkel, Sonnborn, Varresbeck, Zooviertel, Nützenberg, Briller Viertel etc.
Durch den Parksuchverkehr werden alle am Vormittag freien Parkplätze der Anwohner von BUGA-Besuchern bis zum späten Nachmittag belegt und die Anwohner haben keinerlei Parkgelegenheit mehr.
2.2. Fehlende ausstellungsnahe Parkplätze für Reisebusse
Für besonders ältere Besucher aus Reisebussen ist das abendliche Wiederfinden eigener Reisebusse in einer fremden Stadt schwierig, wenn diese nicht am Ausstiegspunkt stehen bleiben
können.
2.3. Störung der BUGA durch den Neubau des Sonnborner Kreuzes
Nicht nur An- und Abreise sondern auch der zweimalige Arealwechsel mittags und abends werden durch die immensen Bauarbeiten erschwert.
2.4. Überdimensioniertes Zoo-Parkhaus mit Seilbahnstation
Ein den Altbaumbestand des Zoos um 17 m überragendes Parkhaus mit Seilbahnstation ist für das unter Denkmalschutz stehende Zoo-Viertel durch seinen optischen Einfluss eigentlich undenkbar. Zudem ist
das Haus völlig überdimensioniert, sobald der Seilbahnbetrieb sich nach der BUGA nicht mehr rentiert.
2.5. Seilbahn im denkmalgeschützten Zoo
Die die alten hohen Bäume weit überragenden Seilbahnpfeiler sind nicht mit dem Denkmalschutz des Zoos zu vereinbaren.
2.6. Zoobesucher und BUGA-Besucher
Die an guten Tagen erwarteten 20 000 oder 30 000 BUGA-Besucher sind unverträglich mit den normalen Zoo-Besuchern, die häufig Familien mit kleinen Kinder sind. Der Zoo zerstört sein gutes Image.
2.7. Zerstörung der Königshöhe
Angesichts einer Brücke für gleichzeitig 1000 Besucher über einem Werk mit höchster Störfalleinstufung ist eine Vorbereitung auf einen möglichen Unglücksfall zwingend geboten. Dazu müssen besonders
auf der Königshöhe Anfahrts-, Park- und Wendemöglichkeiten für (schwere) Feuerwehr-und Rettungsfahrzeuge gebaut werden. Nicht asphaltierte Wege dürften bei Regenwetter dazu nicht ausreichen.
Zusammen mit den umfangreichen Bauten am Brückenkopf (Aufzug, Kassen, Mitarbeiterparkplätze, Aufenthaltsräume, Künstlerwohnung etc. ) und der geplanten Bühne auf dem Wasserbehälter bleibt dann von
der Königshöhe wenig übrig.
2.8. Keine Bahnbrückenbauten
Durch das Bauverbot der DB an Bahnanlagen zwischen Hagen und Köln von 2026 bis 2031 wird die Brücke zwischen dem P&R-Platz und dem Eingangsareal ebensowenig gebaut werden können wie die
Einhausung unter der Brücke zum Schutz der Bahnanlagen und Züge gegen herabgeworfene Gegenstände oder Suizidwillige.
2.9. Verbesserungen der Stadtstruktur
Außer dem vergrößerten Sportpark am Ende der Nordbahntrasse, der möglichen Renovierung des Bahnhofs Vohwinkel und dem Minipark Alte Gärtnerei sind für die 73 Mio. € Eigenbeitrag der Stadt keine
nennenswerten Verbesserungen der Wuppertaler Stadtstruktur zu erwarten. Der Radrundweg muss alleine von der Stadt zusätzlich zu der BUGA finanziert werden. Da Wuppertal, anders als andere
BUGA-Städte, keinerlei neue Investitionsflächen durch die BUGA bekommt, werden durch die BUGA keine neuen Firmen angeworben, wodurch andere Städte einen sechsfachen Rückfluss ihrer eingesetzten
Gelder erreichen konnten. Die BUGA wird zum finanziellen Desaster.
2.10. Finanzierung
Wuppertal plant nach Angaben von verdi zur Haushaltssicherung den Abbau von 800 Arbeitsplätzen in der Verwaltung und bei den Stadttöchtern. Für die BUGA würde die Stadt aber weitere 80 zusätzliche zu
den vorhanden 20 BUGA-Arbeitsplätzen benötigen. Bei den vielfältigen Personaldefiziten in den Diensten für die Bevölkerung dürfte eine solche Verschiebung von Arbeitskräften zu großer
Verärgerung in der Bevölkerung führen.