Die Berliner
Koalition von CDU und SPD steht vor einem Scherbenhaufen. Nie in der Geschichte der Bundesrepublik war die Ablehnung einer Politik so groß wie heute. Die schuldenfinanzierte Hochrüstungspolitik mit
gleichzeitigem Sozialabbau wird nach neuesten Umfragen im April 2026 nur noch von 15 Prozent der Bevölkerung unterstützt. Die rechte Partei "AfD - Alternative für Deutschland" ist danach die stärkste
Partei in Deutschland geworden.
Die Evangelische Kirche in Deutschland EKD hat mit ihrer "Friedensdenkschrift" diese Kriegsvorbereitungspolitik unterstützt und versucht, sie durch theologische Argumentationen zu legitimieren. Sie
muss erkennen, dass sie sich damit auch in den Gegensatz zur Mehrheit ihrer Gemeindeglieder gestellt hat.
Dass Deutschland umgebaut wird zu einer kriegstüchtigen Nation, die sich mit Billionen Euro Rüstungsinvestitionen auf eine Kriegssituation gegen Russland vorbereitet, widerspricht offensichtlich dem
Friedenswillen der großen Mehrheit der Bevölkerung.
Die Friedensdenkschrift der EKD lässt völlig außer Betracht, dass vor dem Angriff Russlands auf die Ukraine Deutschland und der Westen massive russische Zweifel an einem friedlichen
Zusammenleben in Europa provoziert haben: Die Nato hat sich nach Osten ausgebreitet, das Minsker Abkommen von 2015 mit dem Friedensplan für die Ostukraine wurde vom Westen vorsätzlich nicht
eingehalten und der Ukraine wurde der Zugang zur EU und Nato in Aussicht gestellt. Damit hat der Westen bewusst russische Existenzängste ausgelöst.
Papst Leo XIV. hat sich Ostern ausdrücklich für weltweite intensive Friedensbemühungen an den vielen Fronten eingesetzt. Durch die Hochrüstungsunterstützung der EKD stellt diese sich in einen fatalen
Gegensatz zur Spitze der römisch - katholischen Kirche.
Aus dem Ort der Barmer Theologischen Erklärung von 1934, der Kirche von Gemarke, rufen die Teilnehmer der Friedensveranstaltung am 16. April 2026 die Deutsche Evangelische Kirche auf, ihre
Unterstützung der Hochrüstungspolitik zu revidieren und alle Kräfte dafür einzusetzen, dass durch Friedensverhandlungen ein friedliches Zusammenleben der Völker Europas, besonders mit Russland,
möglich wird. Aufgabe aller Christen ist der Frieden und nicht der Krieg. Die Barmer Theologische Erklärung war 1934 ein Aufruf an die Kirche, aus der Unterstützung der nationalsozialistischen
Führerbewegung auszusteigen und sich wieder auf die Kernstücke des christlichen evangelischen Glaubens zu beziehen.
Gerade mit Russland haben die evangelischen Kirchen und viele Christen nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 vielfältige Versöhnungsarbeit geleistet. Diesen Friedensdienst brauchen wir heute
wieder für eine friedlichere Welt. Deshalb rufen wir die EKD, die Landeskirchen, die Gemeinden und die Christen dringend dazu auf, sich von dem Weg der Kriegsvorbereitungen gegen Russland abzuwenden
und auf den christlichen Weg des Friedens zurückzukehren.
Barmen - Gemarke 16. April 2026
V.i.S.d.P.: