Leserbrief WZ, veröffentlicht 25.07.2026
Vergleich BUGA Wuppertal 2031 LAGA Neuss 2026
Wer einen Wettbewerb ausschreibt, muss dem Gewinner natürlich den ihm zustehenden Preis auszahlen: So arbeiten die Berliner Landschaftsarchitekten am nächsten Schritt der konkreten
BUGA-Planungen. Unabhängig davon wird in Politik und Verwaltung darüber diskutiert, ob die BUGA in Wuppertal nicht zum öffentlichen Desaster für unsere Stadt wird. Die derzeit stattfindende
"Landes"gartenschau in Neuss müsste eigentlich deutlich kleiner sein als eine Bundesgartenschau in Wuppertal: Das Gegenteil ist der Fall: Neuss bietet mit der 39 Hektar großen ehemaligen
Pferderennbahn zehn Hektar mehr auf als Wuppertal mit ca. 29 Hektar. Die Gartenschau in Neuss ist konzentriert auf ein einziges zusammenhängendes Areal, während Wuppertals kleinere Fläche noch
zerstückelt ist in fünf teils weit auseinander liegende Gebiete. Wie könnte eine BUGA da erfolgreich sein, wenn die Besucher bei dem mittäglichen Wechsel zwischen den Arealen weite Wege fahren oder
gehen müssen? Vermutlich werden sie oft lange Wartezeiten vor der Schwebebahn oder den Bussen, vor den Parkhausaufzügen, vor den zwei Seilbahnen hintereinander und vor dem Brückeneintritt
einkalkulieren müssen und abends steht ihnen das Ganze wieder umgekehrt bevor: ein unbequemer und unattraktiver BUGA-Besuch. Wuppertal würde sich gegenüber Neuss bis auf die Knochen mit dieser
kleinsten BUGA seit 1951 blamieren.
Manfred Alberti