www.manfredalberti.de
                                   www.manfredalberti.de                    

BUGA-KRITIK OKTOBER 2026

(Schreiben an die Stadtverordneten und die Bezirksvertreter Vohwinkel und Elberfeld West vom 04.10.2026) 

 

Manfred Alberti
An der Piep 8 c
42327 Wuppertal
Tel. 02058 87889  -  0152 0421 8707 
manfredalberti@hotmail.com  -  www.manfredalberti.de
 
 
Betr.: Kritische Darstellung der BUGA 2031
 
 
An die Stadtverordneten und an die Bezirksverordneten in Elberfeld-West und Vohwinkel, persönlich adressiert     04.10.2026
 
Sehr geehrte Stadtverordnete und Bezirksvertreter,
 
In den kommenden drei Monaten werden Sie intensiv über die beiden Wuppertaler Großprojekte BUGA 2031 und PINA-BAUSCH-ZENTRUM diskutieren. (Die Nummerierung soll nur der besseren Kommunikation bei Diskussionen etc. dienen.)
 
 
Leider fehlen für die BUGA bei den jedem zugänglichen Informationen entscheidende negative Aspekte wie die von den Bürgern selbst zu tragenden Kosten der BUGA von 150 Mio. € (A.3.4.) und die unzumutbare fast dreistündige (!) Dauer der von jedem Besucher zu bewältigenden Wegstrecken außerhalb (!) der BUGA zwischen Areal 1 und der Brücke, wobei Wartezeiten noch nicht einmal eingerechnet sind (B.3.2.3.). 
 
 
 
A.) In den vielen Jahren Diskussion über die Bundesgartenschau 2031 haben sich m.E. folgende zentrale Schwierigkeiten herausgestellt, die auch in der Zukunft nicht behoben werden können.
 
A.1.) Drei Wuppertaler Ziele für die BUGA wurden ursprünglich genannt:
  • Die Besucher sollen einen schönen Erlebnistag in Wuppertal haben und so unsere Stadt kennenlernen und schätzen;
  • Die Besucher sollen gerne wiederkommen und die anderen Highlights unserer Stadt erforschen;
  • Die Besucher sollen Freuden und Bekannten begeistert von Wuppertal erzählen und so zur Werbung für Wuppertal werden.
 
A.2.) Einen solchen Erfolg der BUGA verhindern aber einige nicht zu vermeidende Ärgernisse:
 
A.2.1.) Wuppertal hat keine besucherfreundliche Messeinfrastruktur. Z.B. gibt es für Reisebusse keine ausstellungsnahen dauerhaften Busparkplätze, auf denen die (oft) älteren Besucher abends problemlos ihren Bus wiederfinden können; 
 
A.2.2.) Staus kosten die Besucher mit Autos und Reisebussen viel Zeit, die ihnen an Besuchszeit verlorengeht: Autobahnstaus rund um Wuppertal durch den gleichzeitigen Neubau des Sonnborner Kreuzes; Fahrten zu dem Parkplatz und dem Parkhaus belastet Straßen, die heute schon am Limit sind; Vohwinkel und Sonnborn leiden seit langem unter der Überlastung der zentralen Verkehrsachsen;
 
A.2.3.) Beim Wechsel der BUGA-Areale muss Deutschlands größte Autobahnbaustelle "Sonnborner Kreuz" durchquert werden; in Vohwinkel geht man zu Fuß durch teilweise nicht sehr schön anzusehende Wohngegenden und über bergige Abhänge der alten Bahntrassen, bevor man die oft überfüllte Schwebebahn, die DB oder Shuttlebusse benutzen kann; der Wechsel der Areale kostet viel Zeit, wobei man vermutlich meistens längere Wartezeiten vor der Schwebebahn, an Bushaltestellen, vor Aufzügen und vor der Seilbahn einkalkulieren muss. Spätnachmittags geht alles wieder mit den gleichen Schwierigkeiten zurück. Kein Tag zum erholsamen Genießen von Blumen, Bäumen und grüner Natur auf rekultivierten alten Brachflächen. Es fehlt das kompakte BUGA-Gelände mit allen leicht zu erreichenden Ausstellungen, Highlights, Veranstaltungen, Restaurants etc..
 
A.2.4.) Das Areal der Wuppertaler BUGA ist mit 29 Hektar deutlich kleiner als eine übliche BUGA und dann noch aufgeteilt in fünf voneinander getrennte Kleinstareale. Ein Tag voller Stress steht den Besuchern bevor. 
 
A.2.5.) Ein mit durchschnittlich täglich zehntausend zusätzlichen BUGA-Besuchern völlig überlasteter Zoo kann nicht zum genussvollen Erlebnis werden. 
 
A.2.6.) Diese Ärgernisse vor allem verhindern ein gutes und schöne Ausflugserlebnis für die Besucher: Beschwerden und negative Erlebnisse werden die öffentliche Berichterstattung und die Kommunikation in den sozialen Netzwerken prägen und das eigentliche Ziel der Wuppertaler BUGA in sein Gegenteil verkehren: Verärgerung über Wuppertal statt Werbung zum Wiederkommen.
 
Die BUGA 2031 wird zum lange wirkenden Imagedesaster für unsere Stadt werden.
 
 
A.3.) Diskussionen über die BUGA
A.3.1.) BUGA-Freunde in der Verwaltung und Politik versuchen, wie jahrelang auch OB Schneidewind, jede öffentliche Diskussion über die BUGA zu verhindern. Da sich bei dem Bürgerentscheid 2022 über 81 Prozent der Abstimmungsberechtigten nicht für die BUGA eingesetzt haben, wird wohl die Gefahr gesehen, dass eine öffentliche BUGA-Diskussion auch angesichts vieler Probleme und Nachteile schnell zum Ende aller Planungen führen könnte. Andere Projekte wie das PINA-Bausch-Zentrum könnten von vielen Bürgern zu Recht als erfolgversprechender und zukunftsträchtiger für Wuppertal angesehen werden als eine halbjährige BUGA 2031.
 
A.3.2.) Die Wuppertaler Presse hat fast ohne Ausnahmen die BUGA unterstützt, indem sie nur sehr selten über Kritik und problematische Aspekte berichtet hat. So sind viele Probleme den Bürgern so gut wie unbekannt.
 
A.3.3.) Anträge im Stadtrat und in der Bezirksvertretung Vohwinkel auf offene BUGA-Diskussionsveranstaltungen für die Bürger wurden 2024/2025 sehr eindeutig abgelehnt.
 
A.3.4.) Ein Skandal ist es, dass die Stadt den Bürgern (und Ratsmitgliedern?) nicht mitgeteilt hat, dass die von Wuppertal zu tragenden Kosten für die BUGA auf 120 Mio. € oder mit BUGA PLUS auf 150 Mio. € gestiegen sind. Diese Zahlen hat der Finanzausschuss des Stadtrates am 01. Juli 2025 (!) beschlossen und sie als Grundlage für die Haushaltsverhandlungen mit der Bezirksregierung festgelegt (VO/0638/25). Diese Kosten sollen auf die Zeit bis 2041 (!) im Etat gestreckt werden. Bis heute (04.10.2026) nennt die offizielle website der Stadt "bugatal31" bei Eingang aller Zuschüsse vielleicht "am Ende keine 20 Millionen für die BUGA31" als Kosten für die Stadt Wuppertal.
 
 
A.4.) Da die oben und im weiteren Verlauf dieses Schreibens aufgelisteten Schwierigkeiten und Probleme entscheidend gegen einen Erfolg der BUGA sprechen, bin ich der festen Überzeugung, dass die BUGA 2031 nicht kommen kann.
 
Je länger man aber diese Entscheidung hinausschiebt, desto höher werden die nutzlos aufgewendeten Kosten. 
 
Für die Diskussionen über die BUGA in den politischen Gremien und den Verwaltungen wünsche ich Ihnen gute Argumente, damit Sie zu wirklich zukunftsweisenden realistischen Ergebnissen für die Bürger unserer Stadt kommen.
 
Mit vielen Grüßen Manfred Alberti
 
 
 
 
B.) Probleme der BUGA 2031 in Wuppertal
 
Ausführlicheres (und Aktualisierungen dieses Artikels) können Sie auf meiner website www.manfredalberti.de  Kap. 0.0.0.1. und in den Kapiteln  0.;  0.0.;   A.16.;  finden. 
 
 
B.1.) Ziele der BUGA, die nicht zu verwirklichen sind
 
B.1.1.) Wuppertal möchte die BUGA ausrichten, um seinen Bekanntheitsgrad deutlich zu erhöhen, um Gästen einen bleibenden guten Eindruck von Wuppertal zu geben und um damit den Tourismus auf Dauer anzukurbeln. 
 
B.1.2.) Diese Ziele sind reine Illusionen:
 
B.1.2.1.) Wuppertal hat nur eine um 25 Prozent kleinere (!) Fläche als die Landesgartenschau in Neuss 2026 zur Verfügung. Diese Fläche ist dann noch zerstückelt auf fünf Teilareale:  Zwischen diesen Flächen (Hauptareal 1: Vohwinkel;  Areal 2/3 mit Zoo, Seilbahn und Hängeseilbrücke in Sonnborn)  liegt bis 2036 die größte Autobahnbaustelle Deutschlands mit dem Neubau des Sonnborner Kreuzes, die beim Wechsel der Areale durchquert werden muss. Und abends das Ganze wieder zurück.
 
B.1.2.2.) Bis zu den dabei zu benutzenden Verkehrsmittel (Schwebebahn, DB, Busse) sind weite, für Ältere schwierige, bergige und oft mit Wartezeiten verbundene Wege zu überwinden: Ärger statt Freude.
 
B.1.2.3.) Die schon heute sehr stauanfälligen engen Stadtteile Vohwinkel und Sonnborn werden ebenso wie die Zufahrt zum Parkplatz "Buntenbeck" über das "Wiedener Kreuz" während der BUGA zum Stauchaos für PKWs, Reisebusse und die geplanten Shuttlebusse.
 
B.1.3.) Die BUGA würde (wie viele zerstückelte BUGAs vorher) für die Besucher eher zum Ärgernis und Gespött als zur Werbung für neue Wuppertal-Besuche. (siehe auch www.manfredalberti.de  Kap. 0.0.25 Vergleich BUGA Wuppertal mit der Landesgartenschau 2026 in Neuss: "Peinlich für die BUGA".)
 
 
B.2.) Finanzierung mit Steigerung der Kosten für Wuppertal auf 120 Mio.€ bis 150 Mio.€
 
B.2.1.) Anders als in der Öffentlichkeit genannt belaufen sich die Kosten für die BUGA aktuell (neben den Zuschüssen) auf 120 Mio. € bis 150 Mio. € statt der bisher genannten 70 Mio. €.
 
B.2.2.) Bislang hatte man geplant, dass die notwendigen 70 Mio. € Eigenmittel der Stadt eigentlich bis zur BUGA 2031 mit jährlichen Raten von sieben Mio. € angespart werden.
 
B.2.3.) Für die Haushaltssicherungsgespräche mit der Bezirksregierung 2026 wurden neue Berechnungen angestellt:  Die fast verdoppelten Kosten alleine für Wuppertal von 120 Mio. € bis 150 Mio. € (incl. BUGA PLUS) sollen nun gestreckt werden auf die Zeit bis 2041, so dass nach der BUGA mehr Schulden abgezahlt werden müssen, als vor der BUGA angespart wurden.  Da es für die Zukunft so gut wie keine stadtstrukturellen Vorteile durch die BUGA gibt, empfinde ich diese Belastung der folgenden Generationen als einen untragbaren sehr egoistischen Skandal der heutigen Politik und Verwaltung (VO/0638/25).
 
B.2.4.) Diese am 01.07.2025 (!) durch den Finanzausschuss des Stadtrates beschlossene Finanzierung wurde bis jetzt (04.10.26) noch nicht durch die Stadt (z.B. durch den Newsletter) und durch die Presse bekannt gegeben. Sie ist versteckt (V0/0638/25) und wird damit vor der Öffentlichkeit faktisch verheimlicht.
 
B.2.5.) Auf der offiziellen website der Stadt "bugatal2031" (FAQ "Was kostet die BUGA 2031 die Stadt Wuppertal?") schwärmt die Geschäftsführerin der BUGA noch heute (04.10.26) davon, dass bei dem Erhalt aller wünschenswerten Förderungen die Stadt "am Ende keine 20 Millionen für die BUGA (würde) aufwenden müssen." 
 
B.2.6.) Dass hier die Bürger mit einer völlig überholten Information und extrem niedrigen Kostenangaben fälschlicherweise zu einem positiven Urteil über die BUGA31 gedrängt werden sollen, empfinde ich als eine der Stadt Wuppertal nicht würdige Täuschung der Bürger. Offizielle Kosten 150 Mio. €, aber für die Bürger auf der Stadtseite: am Ende "vielleicht keine 20 Millionen €", nicht einmal ein Siebtel der Wahrheit!
 
B.2.7.) Bei der für den Herbst 2026 angesagten Diskussion, was sich Wuppertal noch leisten könne, wird durch diese Täuschungen die BUGA mit 20 Mio. € als sehr preiswert dargestellt gegenüber dem PINA-BAUSCH-ZENTRUM mit ca. 200 Mio. € Kosten.
 
Sollen so die Ratsmitglieder und die Öffentlichkeit belogen werden, um sie zum "JA" zur preiswerten BUGA und zum "NEIN" zum teuren PINA-BAUSCH-ZENTRUM zu bewegen?
 
 
B.3.) Verkehrsprobleme der BUGA (Z.B. in Vohwinkel seit 50 Jahren unlösbar)
 
B.3.1.) Verkehr zum Parkplatz Buntenbeck
 
B.3.1.1.) Höchst problematisch würde während einer BUGA die Zu- bzw. Abfahrt vom geplanten Parkplatz "Buntenbeck" für 1400 PKWs von und zur Anschlußstelle 5 "Dornap" der A 535 sein. 
 
B.3.1.2.) Schon heute bei normalem Verkehr kann es auf der B 7 Rückstau geben vom Wiedener Kreuz bis zum "Sandfeld". Wenn morgens innerhalb von ca. zwei Stunden 1000 zusätzliche PKWs von der A 535 fahren würden, würde sich schnell ein Rückstau bis zur A 535 bilden und auf der Autobahn lange Rückstaus verursachen, die bis zum Sonnborner Kreuz reichen könnten.
 
B.3.1.3.) Spätnachmittags kommen heute pro Ampelphase ca. 37 Fahrzeuge von der Bahnstraße: Der Rückstau reicht trotzdem fast bis zur Bebauungsgrenze Vohwinkels. Wenn jetzt zusätzlich in ca. zwei Stunden 1400 PKWs vom Parkplatz aus auf dieser Bahnstraße Richtung A 535 oder Richtung Mettmann/Düsseldorf fahren sollen, ist der Verkehrskollaps rund um das Wiedener Kreuz nicht zu vermeiden. Der Rückstau würde oft bis zum Vohwinkeler Zentrum reichen.
 
B.3.1.4.) Die BUGA würde morgens und spätnachmittags eine Verdoppelung des Verkehrs über das Wiedener Kreuz bedeuten. Lange Wartezeit verärgern nicht nur die Besucher der BUGA sondern auch die Einheimischen auf dem Weg zur Arbeitsstelle etc.
Zur gleichen Zeit belastet auch der Berufsverkehr aus Düsseldorf und dem Kreis Mettmann nach Wuppertal die B 7.
 
B.3.1.5.) Die B7 wird in diesem Abschnitt zwischen A 535 und Mettmann sehr stark durch Lastwagenverkehre beansprucht: Baulastwagen für Steine und Kalk zum Kalkwerk Oetelshofen in Schöller und zu den Steinbrüchen von Lhoist in Wülfrath und Mettmann; Große Speditionen am Ostrand Mettmanns, Kühllastwagen der Firma Michael Flues zur Zentrale am GEPA-Weg gegenüber der "Buntenbeck".
 
B.3.1.6.) Eine Verkehrsverbesserung durch einen Kreisverkehr wäre am Wiedener Kreuz nicht möglich.
 
 
B.3.2.) Wechsel der Areale
Ergänzung zu den oben genannten Problemen (A.1.2.3.):
 
B.3.2.1.) Die Herausforderungen des notwendigen Wechsels der Areale sind von gehbehinderten, rollator- oder rollstuhlabhängigen Besuchern kaum zu bewältigen. Ein relativ flacher Weg vom Areal 1 zu den Arealen 2/3 würde den weiten Umweg über den Akzenta-Parkplatz und die Station "Vohwinkel" der Schwebebahn erfordern. Die Kennzeichnung der BUGA 2031 als "behindertenfreundlich" oder "rollstuhlgerecht" wird deshalb vermutlich nicht möglich sein. 
 
B.3.2.2.) Könnte diese nicht mögliche Kennzeichnung zum Problem bei der Nutzung öffentlicher Gelder aus Zuschüssen vom Land werden? Sind da nicht die "Behindertengerechtigkeit" und "Rollstuhlfreundlichkeit" Zusagevoraussetzung?
 
B.3.2.3.) Wie lange dauern die Wege, die (die meist älteren) Besucher beim Arealwechsel einrechnen müssen (drei bis vier km pro Stunde)? 
  • Weg vom Areal 1 zur Haltestelle Bruch mit steilem Abstieg hinter der Haltestelle Bruch: ca. 20 Minuten
  • Schwebebahnfahrt Bruch bis Zoo: ca. 10 Minuten
  • Weg von der Haltestelle Zoo bis zum Parkhaus: ca. 15 Minuten
  • Fahrt mit Aufzügen im Parkhaus und der Seilbahn: ca. 15 Minuten
  • Weg von der Endstation Seilbahn bis zum Brückenkopf Königshöhe: ca. 20 Minuten
     
Das sind zusammengezählt eine Stunde und zwanzig Minuten, wobei die durchaus längeren Wartezeiten noch nicht eingerechnet sind. Und später muss der gleiche Weg (statt zum Areal 1 evtl. zum Bahnhof) wieder zurück bewältigt werden. Die Wegstrecken außerhalb des BUGA-Areals (!) benötigen dann mindestens zwei Stunden und vierzig Minuten plus Wartezeiten an zweimal drei Punkten (Bruch, Parkhausaufzüge, Seilbahn). 
 
Bei einer durchschnittlichen Aufenthaltszeit von sechs bis sieben Stunden geht durch die langen Wege außerhalb der BUGA fast oder sogar mehr als die halbe Aufenthaltszeit in Wuppertal verloren. 
 
 
 
B.4.) Probleme von Parkhaus, Seilbahn und Hängeseilbrücke
 
B.4.1.) Erwartbarer Abriss von Hängeseilbrücke und Seilbahn nach der BUGA
 
B.4.1.1.) Parkhaus, Seilbahn und Brücke hängen eng zusammen. Sie alle werden für den Besuch der Brücke benötigt, da alle anderen Zuwegungen zur Brücke nur mit schmalen und steilen Wegen zu bewältigen sind. Während der BUGA dürften wahrscheinlich genügend Besucher kommen, dass sich diese drei kosten- und personalintensiven Institutionen während der BUGA rechnen.
 
B.4.1.2.) Ab November 2031 dürfte die Besucherzahl rapide abnehmen, da wohl kaum jemand sich im stürmischen Herbst oder eiskalten Winter ausgerechnet eine zugige Brücke als Ausflugsziel aussucht. Wuppertal ist keine Urlaubsstadt, in der Urlauber ganzjährig in einer solchen Brücke ein Ausflugshighlight sehen.
 
B.4.1.3.) Die Brücke dürfte vor allem jüngere Menschen und Menschen während ihres Arbeitslebens anlocken, ältere Menschen eher selten. Jüngere Menschen sind aber wochentags durch ihre Arbeit, Schule oder Studium davon abgehalten, die Brücke zu besuchen. Für ältere Menschen gibt es außerhalb der Sommerzeit keine Busausflüge. Das bedeutet, dass die zu erwartende Zahl der Besucher nach der BUGA31 während der Woche so gering sein wird, dass sich der personalaufwändige Betrieb nicht lohnt. Einige wenige schöne Wochenenden dürften nicht zum finanziellen Überleben dieser drei Institutionen ausreichen. Wie bei nahezu allen BUGA-Highlights bundesweit ist deshalb zu erwarten, dass Brücke und Seilbahn nach der BUGA direkt wieder abgebaut werden.
 
 
B.4.2.) Probleme von Zoo, Zooviertel, Parkhaus und Seilbahn
 
B.4.2.1.) Den Bau eines großen Parkhauses auf dem Zoo-Parkplatz für Bewohner des Zoo-Viertels, Gäste der umliegenden Fortbildungsinstitutionen, Zoo-Besucher und BUGA-Besucher sehen die Planungen vor. Auf dem Dach dieses Parkhauses, im achten Stock, soll die Talstation der Seilbahn gebaut werden, damit die Seilbahn über den Wipfeln der geschützten sehr alten Zoo-Bäume fahren kann. Dazu müssen auch mitten im denkmalgeschützten Zoo, bis zur Zwischenstation Löwenwiese und oberhalb der Löwenwiese bis zur Königshöhe mehrere hohe Stützen gebaut werden.
 
B.4.2.2.) Der riesige Parkhaus-Komplex mit 41 m Höhe überragt den denkmalgeschützten Zoo und das ebenfalls denkmalgeschützte Zoo-Viertel und prägt für alle Wuppertal Besucher von der A 46 aus den ersten Blick auf Wuppertal negativ durch seine Monströsität. 
 
B.4.2.3.) Der Parkhaus-Komplex lässt keinen Raum für die Busparkplätze für Schulklassenbesuche im Zoo.
 
B.4.2.4.) In der obersten Etage des Parkhaus soll auch die Garagierung der Seilbahnkabinen (incl. Werkstatt) stattfinden.
 
B.4.2.5.) Für das Parkhaus soll während der BUGA die Bestellung von Parkplätzen nur im voraus möglich sein. Da Zoo-Besuche mit kleinen Kindern sehr vom Wetter und von der Laune der Kinder abhängen, ist ein spontaner Zoobesuch durch den Zwang zur Vorbestellung der Parkplätze im Sommer 2031 nicht möglich. Der Zoo wird deshalb Besucher an andere Zoos verlieren.
 
B.4.2.6.) Für stündlich 3000 Besucher in jeder Richtung werden etliche Aufzüge für neun Etagen benötigt. Für Warteschlangen braucht man unten vor dem Parkhaus und oben auf der Warteebene vor der Seilbahn Toiletten.
 
B.4.2.7.) Unterhalb der Löwenwiese soll eine Zwischenstation Zoo-Besuchern mit Kinderwagen etc. einen Ausstieg ermöglichen, damit sie leichter den Zoo von oben aus besuchen können, statt alles den Berg hinauf zu schieben. Allerdings könnte man auch auf einfachem Wege und viel kostengünstiger durch eine nach Bedarf fahrende Bimmelbahn rund um den Zoo herum diese Hilfestellung für die Zoo-Besucher zur Verfügung stellen.
 
B.4.2.8.) Durch einen 45 Grad - Knick an der Zwischenstation kommen nur bestimmte Seilbahntypen infrage, um die ca. 3000 stündlich zu bewältigenden Besucher in jeder Richtung zu transportieren. Möglicherweise sind wegen des Knicks zwei separate Seilbahnen notwendig, die auf der Königshöhe eine zweite Werkstatt und Garagen für die Kabinen nötig machen. 
 
B.4.2.9.) Nach dem zu erwartenden Abbau von Seilbahn und Brücke nach der BUGA würde die obere Seilbahnetage leerstehen. Eine ursprünglich geplante eigene ebenerdige Seilbahnstation neben dem dann am südlichen Rand des Platzes aufzubauenden kleineren Zoo-Parkhaus würde in Hinblick auf die Zukunft des Komplexes wesentlich besser passen. 
 
B.4.2.10.) Es ist sehr zweifelhaft, ob eine Seilbahn durch den denkmalgeschützten Zoo die notwendigen Genehmigungen bekommen kann.
 
B.4.2.11.) Es ist sehr zweifelhaft, ob das hohe Parkhaus angesichts des das ganze Zoo-Viertel umfassenden sehr ausführlichen Denkmalschutzes die notwendigen Genehmigungen bekommen kann. Die Optik des von den Architekten Herrmann und Riemann um 1900 im Ganzen durchgeplanten und deshalb denkmalgeschützten Viertels würde massiv beschädigt.
 
B.4.2.12.) Hier sind auch Klagen von Bewohnern des Viertels nicht ausgeschlossen, da durch die Öffnung für die Seilbahn im obersten Geschoss mit Lärmemissionen für große Teile des Zooviertels zu rechnen ist.
 
B.4.2.13.) Gegen den Lärm einer Seilbahn könnten auch Bewohner der in Höhe der Zwischenstation liegenden Siedlung "Am Todtenberg" klagen.
 
B.4.2.14.) Ob die für die BUGA erforderliche Größe des Parkhauses der später erforderlichen deutlich geringeren Kapazität für Zoo-Besucher und Zoo-Anwohner entspricht, dürfte sehr fraglich sein.
 
 
B.4.3.) Probleme der Hängeseilbrücke
 
B.4.3.1.) Von der Königshöhe zur gegenüber liegenden Kaiserhöhe soll eine über 800 m lange Brücke gebaut werden. Die Brücke soll 1,90 m. breit sein und gleichzeitig maximal 1000 Besuchern einen weiten Blick über Wuppertal ermöglichen. Sie wäre die einzige Hängeseilbrücke direkt über einer Stadtlandschaft und nicht - wie alle anderen bisherigen Hängeseilbrücken - über ein Waldgebiet.
Die Streckenführung verläuft von der Nähe des von-der-Heydt-Turms mit zwei Pylonen am Berghang oberhalb des Schwarzen Weges über der Grenze des BAYER-Werkes, über der Kabelstraße, überquert die Vogelsaue und Nützenberger Straße etwa in Höhe der Kindertagesstätte St. Joseph und überquert dann die Gartensiedlung "Kleingärtnerverein Nützenberg e.V." mit wiederum zwei Pylonen bis zum Endpunkt kurz hinter dem Ende des Kondorwegs. Dort ist rund um diesen Endpunkt das fünfte sehr steile Areal der BUGA.
 
B.4.3.2.) Der Begriff "Hängeseilbrücke" ist nicht geschützt. Aufgrund der bisher eröffneten Hängeseilbrücken Geyerlay, Harz, Willingen, Reutte (Tirol) etc. dürften die meisten Menschen in Deutschland mit diesem Begriff eine Hängeseilbrücke "in tibetischem Stil" verbinden und bei einem Besuch erwarten: eine Brücke, die nur an den beiden Seiten in den Talwänden fest verankert ist und in einem gewissen Maße durchhängt. Bei einem Besuch der Wuppertaler Brücke ist die Enttäuschung vorprogrammiert, denn im Konstruktionsprinzip wird diese Brücke wie eine normale Rheinbrücke nur in kleinerem Maßstab gebaut: an vier hohen Pylonen hängt diese Brücke. Diese Brücke ist deshalb touristisch kaum interessant. 
 
B.4.3.3.) Es ist zweifelhaft, ob diese Brücke in NRW überhaupt genehmigungsfähig ist. Das Gutachten Redeker weist darauf hin, dass es in NRW keine gesetzliche Grundlage für eine Brückennutzung gegen Entgelt gibt. Der Eintritt soll aber die Brücke mit Personal und Unterhaltung tragen. ("Unzulässig ist es gem. § 14 Abs.2 StrWG, die Nutzung der Hängebrücke von einem Entgelt abhängig zu machen. Hierfür bedürfte es einer speziellen gesetzlichen Grundlage, die in NRW nicht vorhanden ist." (Redeker S.15)
 
B.4.3.4.) Die Stadtwerke WSW haben in einem Schreiben an die Stadt vom 08.04.2024 (Behördenbeteiligung BPL 1294 BUGA 2 Hängebrücke) darauf hingewiesen, dass diese Brücke einmalig in Deutschland einen öffentlichen Fußweg über eine Starkstromleitung führt. Die Gefahren durch das Herabwerfen leitender Stoffe, auch flüssiger Art, sei nicht abschätzbar. Die Gefahr durch Vandalismus für die Stromversorgung eines ganzen Stadtviertels sollte nicht unterschätzt werden. Als dieser Brief im April 2024 geschrieben wurde, waren die Stromkatastrophen im Januar 2026 in Berlin noch nicht geschehen. Seitdem hat es eine ganze Epidemie an ähnlichen Sabotageakten gegeben.
 
B.4.3.5.) Die Firma BAYER besitzt lt. Gutachten Redeker (S.31) nach der offiziellen Feststellung der Baugenehmigung durch den Stadtrat, wahrscheinlich im 3.Quartal 2027, ein Einspruchsrecht, das evtl. ein jahrelanges Gerichtsverfahren mit vielleicht zwei Instanzen von je zwei Jahren benötigen würde.
 
B.4.3.6.) Ich bezweifele sehr, ob Wuppertal gut beraten wäre, ein solches Verfahren gegen BAYER durchzuführen. Zu groß wäre meines Erachtens die Gefahr, dass BAYER die BAYER-Werke in der Innenstadtlage Elberfelds gänzlich aufgibt und seinen hier ansässigen Produktionsschritt, wie schon öfter befürchtet, nach Amerika auf die ungefährliche grüne Wiese verlagert. 
 
B.4.3.7.) BAYER hat in Übereinstimmung mit der zuständigen Behörde im Jahre 2025 die Störfalleinstufung seines Werkes auf die höchste Stufe höher gestuft. Das kann offensichtlich ein Hinweis darauf sein, dass die Firma BAYER eine riesige Brücke mit gleichzeitig 1000 Besuchern direkt über ihrem Betriebsgelände sehr kritisch sieht. Bei einem Störfall wie einem Feuer in einem Betriebsgebäude, in einem LKW oder in der nahen Umfüllstation von Kesselwagen der Bahn in das BAYER eigene Rohrleitungsnetz ist eine rechtzeitige Räumung der 1,90 m breiten Brücke von Besuchern ausgeschlossen. Rauchgase könnten in Minutenschnelle etliche der oft älteren Besucher so schädigen, dass sie nicht mehr selbst bis zum Ausgang gehen könnten. Sie fielen dann hin und wären ein Hindernis für andere, so dass die Gefahr einer großen Katastrophe mit etlichen zig oder hundert Toten durch die Rauchgase nicht auszuschließen ist. Die Brücke liegt genau in der hiesigen Hauptwindrichtung von West nach Ost. 
 
B.4.3.8.) Für BAYER wäre die Brücke somit ein Risiko mit möglichen Schadensersatzforderungen im mehrstelligen Millionenbereich, ohne dass diese Brücke auch nur einen kleinen Vorteil für die Firma BAYER hätte. Es ist sehr fraglich, ob die Konzernleitung in Leverkusen einem solchen Risiko zustimmen würde, nur um das gute Verhältnis zur Stadt Wuppertal nicht zu gefährden. Die Höherstufung der Gefahreneinschätzung kann als Warnung dienen.
 
B.4.3.9.) Gefahren durch Brände und Rauchgase gibt es nicht nur durch die Firma BAYER, sondern sie können auch durch Brände in nahen Häusern oder Werkstätten (Tankstelle) an der Friedrich-Ebert-Straße fatale Wirkungen entfalten. 
 
B.4.3.10.) Zu beachten ist auch das gesundheitliche Risiko durch Aufregungen, wenn die (älteren) Besucher über ein Fußbodengitter mit ungehindertem Blick in hundert Meter Tiefe unter ihnen gehen. 
 
B.4.3.11.) Der Siegerentwurf der BUGA-Ausschreibung "Königshöhe" sieht nur minimale Rettungswege für die Brücke und für das Gelände Königshöhe vor. Alleine ein einspuriger derzeitiger Waldweg von der Hindenburgstraße aus am steilen Anhang entlang ist als Rettungsweg ausgezeichnet. Von diesem Weg aus soll bis zum Niveau der Brücke ein Aufzug (ca. zwei Etagen) benutzt werden(!).  Bei 1000 gleichzeitigen Brückenbesuchern ist diese Rettungsmöglichkeit angesichts der kolossalen Risiken ein unmögliches Verfahren. Die Verantwortlichen für eine solche Situation würden sich nach einem größeren Unfall sicher vor Gericht verantworten müssen. Bei realistischer Berechnung der Platzanforderungen für schwere Rettungsfahrzeuge mit Wendemöglichkeiten und eine Vielzahl von Rettungsdienstfahrzeugen würde die naturgeschützte Fläche der Königshöhe stark in Anspruch genommen werden müssen. Zudem müssten alle Zufahrtsstraßen und Waldwege für einen solchen Notfall zweispurig ausgebaut und für schwere Lastwagen (Feuerwehr etc) ertüchtigt werden: Junkerweg, Erbslöhweg, Auf der Königshöhe, Königshöher Weg, Köhlweg, Zeppelinallee. 
 
B.4.3.12.) Die Wuppertaler Brücke führt als Brücke inmitten einer Großstadt anders als andere Hängeseilbrücken nicht über Wäldern sondern über eine ICE-Strecke, über Regionalbahnen, über die Schwebebahn, über Buslinien, über sehr viel Autoverkehr auf der B7 über Bürgersteige und über Fußwege mit Treppen auf den Nützenberg. Unter der Brücke wohnen Menschen, in deren Wohnungen man von der Brücke aus Einsicht haben kann und deren Gärten von der Brücke aus völlig frei einsehbar sind. Ebenfalls werden etliche Kleingärten überbrückt und ein Kindergarten liegt fast direkt unter der Brücke. Diese Aufzählung macht deutlich, wie viele Personen oder Sachen von der Brücke bzw. den Fußgängern auf der Brücke geschädigt werden können.
 
B.4.3.13.) Wie viele Personen, Hauseigentümer, Firmen oder Institutionen nach einem Stadtratsbeschluss zum Bau der Brücke gerichtliche Einsprüche (GG Art 13: Schutz des Wohnraums und Gartens) einlegen werden, ist nicht absehbar. Wenn die entscheidenden Beschlüsse für die Bauleitplanung erst wie geplant im Quartal II 2027 fallen und erst danach gerichtlich angefochten werden können, sind gerichtliche Urteile nicht mehr möglich vor dem letzten möglichen Baubeginn von Gebäuden vor der BUGA. Auf diesen entscheidenden Punkt hat auch das Gutachten Redeker (S.31) hingewiesen.
 
B.4.3.14.) Der frühere Oberbürgermeister Schneidewind hatte allerdings erklärt, dass nach der Genehmigung der Bauplanungen durch den Stadtrat unmittelbar mit dem Bau begonnen werden könne: Einsprüche besäßen keine aufschiebende Wirkung. Ob der Stadtrat allerdings dieser Interpretation und dem damit einhergehenden Risiko eines späteren Baustopps zustimmt, ist nicht absehbar.
 
B.4.3.15.) Dass die Brücke ganzjährig erheblichen Personaleinsatz erfordert, ist selbstverständlich. Die Bewachung müsste zu beiden Seiten 24/7 gewährleistet sein, Kassen an beiden Seiten müssten besetzt werden, Toilettenpersonal ist ebenso erforderlich wie Werhstattmitarbeiter und evtl. sogar für Notfälle medizinisches Personal.
 
B.4.3.16.) Für das Personal ist ein Gebäude mit Aufenthaltsräumen, Werkstatt etc. zu unterhalten, wie es z.B. im Wettbewerb der Studenten im August 2026 entworfen wurde. 
 
B.4.3.17.) Zum Bau der Brücke: Diese Brücke bräuchte vier Pylone. Während auf der nördlichen Seite der Brücke am Nützenberg auch mit LKWs anfahrbarer Platz vorhanden wäre, wo die Pylone entstehen könnten, sieht das auf der südlichen Seite problematisch anders aus. Der mögliche Platz für die Pylone wäre nur der sehr steile Bergabhang die "Kies"berges südlich des Schwarzen Weges, da auf der anderen Seite dieser Straße unmittelbar, aber tiefer unten, die Bahntrasse herführt. Gelegentlich gibt es Hangrutsche mit Auswirkungen auf den Schwarzen Weg. Meines Wissens nach gab es noch keine der schon 2018 in der Machbarkeitsstudie dringendst geforderten Probebohrungen für die Fundamente der Pylone, zumal über den präzisen Standort der Brücke mit den betroffenen Anwohnern unter der Brücke noch verhandelt wird. Der Weg oberhalb des Abhangs, der "Rettungsweg" im Siegerentwurf für die Königshöhe, ist momentan wegen schwerer LKWs und großer Bohrmaschinen für die Probebohrung nicht geeignet. Ob hier also sichere Pylone gebaut werden könnten, scheint mir doch sehr fraglich zu sein. 
 
 
B.4.3.18.) Gefahren der Brücke: Herabfallende Gegenstände
Unabsichtlich aus der Tasche fallende Gegenstände, wie Schlüssel oder Stifte, oder auch Handys können aus großer Höhe enormen Schaden anrichten. Bei getroffenen Menschen können die gesundheitlichen Folgen tödlich sein. Bei Bahnen, Bussen oder PKWs können sie beträchtliche Schäden verursachen. Die deutsche Bahn als Verantwortlicher für die Bahnstrecken baut normalerweise zum Schutz besonders der elektrischen Leitungen über den Zügen massive Schutzvorrichtungen über der Bahnstrecke gegen herabfallende Gegenstände. Ein solcher "Tunnel" könnte wegen der Bauverbote nach der Generalüberholung 2026 der Strecke Hamm - Köln nicht mehr bis 2031 realisiert werden. 
 
B.4.3.19.) Gefahren der Brücke: Schnee und Eiszapfen
In Wuppertal können manchmal wegen der über das Bergische Land von Westen her aufsteigenden Wolken in kurzer Zeit große Mengen Schnee fallen. Eine Schneeräumung der Brücke ohne Belästigung des Verkehrs und der Menschen unter der Brücke dürfte schwierig sein. Manchmal schmilzt bei sehr kalter Witterung und starker Sonneneinstrahlung der Schnee, wird zu Wasser und gefriert durch den kalten Wind beim Herabtropfen zu Eiszapfen. Diese von der Brücke in großer Höhe zu entfernen, dürfte sehr schwierig sein, damit sie nicht durch ihr Gewicht und ihre Härte große Schäden beim Herabfallen anrichten: eine tödliche Gefahr für Menschen auf den Fußgängerwegen unter der Brücke. Der mögliche Schaden auch für Bahnen und den ÖPNV dürfte beträchtlich sein. Auch das Werksgelände von BAYER könnte betroffen sein.
Ob eine Beheizung der Brücke hilfreich und bezahlbar ist, kann ich nicht ermessen.
 
B.4.3.20.) Gefahren der Brücke: Suizidwillige
Die Brücke steht permanent Tag und Nacht im Fokus der Öffentlichkeit. Sie könnte zum Hotspot für Menschen werden, die durch einen öffentlichen Suizidversuch die Öffentlichkeit auf sich und ihre Probleme aufmerksam machen möchten. Für einen solchen Akt, die Öffentlichkeit als letzten Versuch dringend um Hilfe zu bitten bzw. zu zwingen, würde sich diese Brücke ideal anbieten. In Minutenschnelle wären Polizei und Feuerwehr am Ort, die Verkehrswege unter der Brücke würden gesperrt und Psychologen würden auf der Brücke ihr Gespräch und ihre Hilfe anbieten und nach Lösungen suchen: Menschen in der Gefahr der Abschiebung, Menschen in Familienkrisen, Menschen in wirtschaftlicher Notlage könnten so auf sich und ihre Hilfsbedürftigkeit leicht und dringlich aufmerksam machen.
 
B.4.3.21.) Die Folgen einer Sperrung durch Suizidwillige wären allerdings erheblich: Die Sperrung der B7 und des Fußgängerverkehrs wäre nicht so schlimm, die Sperrung der Bahnstrecke des ICEs könnte allerdings Auswirkungen auf ICEs in ganz Deutschland haben. Kämen - wie zu erwarten - solche Sperrungen öfter vor, bestände die Gefahr, dass die Bahn sich in der Lage sieht, Pläne endlich zu verwirklichen, Wuppertal und das Bergischen Land vom ICE-Fernverkehr abzukoppeln, indem alle ICEs nur noch über die Ruhrgebietsstrecke fahren. Dann würde ein ICE-Zubringer die Strecke von Hamm bis Köln übernehmen mit dem Zwang für die Fahrgäste, in Hamm oder Köln in die ICE - Fernzüge umzusteigen. Das wurde allerdings in Wuppertal bisher als eine Katastrophe für die Wirtschaft im Bergischen Land angesehen und konnte immer verhindert werden. Für die Verspätungen durch den Missbrauch der Brücke durch Suizidwillige würde man aber Wuppertal die Schuld an dieser "vermeidbaren" Sperrung zuschieben können.
 
B.4.3.22.) Eine Verhinderung von Suizidversuchen von der Brücke aus wäre sehr schwierig: Für die Blombachtalbrücke über der A 1 hat Wuppertal jahrelang nach solchen Wegen gesucht. Die einzige Lösung bestand letztlich in beidseitigen ca. 3.50 m hohen Drahtgitterelementen, die durch die Enge der Drähte ein Auf- und Übersteigen unmöglich machen. Solche Drahtgitterelemente sind allerdings sehr schwer und würden die Tragfähigkeit der Brücke so strapazieren, dass vermutlich die gleichzeitige Besucherzahl drastisch reduziert werden müsste. Außerdem verschandeln diese hohen Drahtgitter den optischen Eindruck der Brücke von dem Tal aus: Aus einer leichten Brücke würde eine schwere Brücke, eine "Gefängnisbrücke" hinter Gittern. Selbst für das Fotografieren und Herabschauen auf die Stadtlandschaft müsste man extra "Fenster" schaffen. Netze unter der Brücke wären ebenfalls keine gute Lösung, weil man über den Rand der Netze kriechen könnte.
 
B.4.3.23.) Verkehrliche Bedeutung der Brücke zweifelhaft
Die Brücke soll einen leichteren Übergang, auch für Fahrradfahrer, zwischen den Südhöhen und den Nordhöhen ermöglichen. Einen solchen Übergang gibt es in Wuppertal nirgendwo.
Was anfangs sehr hilfreich klingt, verliert bei näherem Hinsehen allerdings seinen Reiz:  Fahrräder müssten über die Brücke geschoben werden. Die Südseite Königshöhe ist deutlich höher als die Nordseite Kaiserhöhe. Die Kaiserhöhe ist wie ein Vulkankegel: Von der höchsten Höhe, bis zu der man Fahrräder erst einmal von der Brücke aus wieder steil hinaufschieben müsste, geht es zu beiden Seiten ziemlich steil bergab. Geradeaus über Sport- und Spielplatz könnte man noch eben fahren, aber am Ende des Sportplatzes muss man auch dort ziemlich steil bergab fahren oder gehen, bis man zur Kreuzung Otto-Hausmann-Ring / Katernberger Straße / In der Beeck kommt. Dann muss man zur Nordbahntrasse noch einmal einige Meter hinabsteigen, wenn man nicht durch die Beeck weiterfahren will.
Auf der Nordbahntrasse (Höhe Kalktrichterofen) ist man aber nur unwesentlich höher als die Talsohle, so dass man statt der Brückennutzung mit Fahrrad besser auf der Sambatrasse kostenlos bis ins Tal fährt.
 
B.4.3.24.) Eine verkehrliche Bedeutung wird die Hängeseilbrücke nicht haben können, außer für einige wandernde Spaziergänger. Ob denen die Gebühr für die Brückenbenutzung wert ist, darf man getrost bezweifeln. Diese Brücke kann sich mit den permanenten Unterhaltungs- und Personalkosten sicher nicht über die BUGA hinaus rentieren. 
 
 
 
B.5.) Probleme beim Hauptareal 1
 
B.5.1.) Das Areal 1 ist extrem klein als Hauptareal einer Bundesgartenschau, für Besucher eine Enttäuschung. Es liegt in einem Dreieck zwischen hohen alten Bahntrassen und die Seiten des Areals haben eine Länge von ca. 700m, ca. 600m und ca. 400m. 
 
B.5.2.) Das unschöne Dreieck zwischen dem Bahndamm Richtung Mettmann und dem Bahndamm Richtung Bahnhof Vohwinkel tief unten im Tescher Loch kann auch nach der Sanierung als Park kein bedeutender Anziehungspunkt außer für die Bewohner der umliegenden Hochhäuser sein.
 
B.5.3.) Dieses Areal wird zusätzlich noch zerteilt durch einige Privathäuser und deren Zugangsweg (Flieth), der durch eine nahezu 150 m lange behindertengerechte Brücke überbaut werden soll.
 
B.5.4.) Innerhalb dieses Areals befinden sich zudem noch die Sportanlagen des ESV Vohwinkel (Tennis und Bogenschießen) sowie eine elektrische Station mit jeweils eigenen Zufahrten und Parkplätzen.
 
B.5.5.) Durch einen schlauchartigen Weg und einen Tunnel soll dieses Areal mit dem BUGA- Eingangsgebäude innerhalb des Lokschuppenareals verbunden werden. 
 
B.5.6.) Ob die Pläne wahr werden, dass trotz des allgemeinen fünfjährigen Bauverbotes auf renovierten Bahnstrecken innerhalb einiger zukünftiger Ausnahme-Zeitfenster noch der Übergang über die Bahn zwischen Stellwerk und Eingangsgebäude als Zugangsbrücke für die BUGA gebaut wird, ist sehr fraglich, da eigentlich fünf Jahre lang keine Bauten nach der Sanierung der Strecke Wuppertal-Köln von der DB mehr genehmigt werden sollen.
 
B.5.7.) Das durch den Investor Clees bebaute Lokschuppenareal mit sehr enger und hoher Bebauung gehört nicht mehr zum BUGA-Areal, so dass auch der geplante kleine Park dort zwischen den fertigen (?) Häusern sehr fraglich sein dürfte. 
 
B.5.8.) Das Lokschuppenareal muss großflächig um mehrere Meter durch Erde bzw. Steine aufgeschüttet werden, bevor dort gebaut werden kann. Aufschüttungszeit vor dem Baubeginn der Häuser: ca. anderthalb Jahre.
 
B.5.9.) Das vom Areal 1 aus gesehen jenseits der Nordbahntrasse liegende Sportparkareal (Wassack-Deponie) soll vergrößert werden auf Kosten des dort beheimateten Jagdbogenschießvereins. Eine teilweise Entfernung des dichten Waldes würde nötig sein für Sportgeräte, Sportflächen, Veranstaltungsbühne und auch für notwendige Parkplätze. Noch ist für den Verein im Umkreis um Wuppertal kein geeignetes Ersatzgelände gefunden worden. Bei einem Verzicht auf die BUGA könnte der Verein dort weiter bestehen und der dichte, ca. zwei Hektar große ökologisch gute Wald könnte erhalten bleiben.
 
B.5.10.) Zwischen zukünftigem Sportpark und Areal 1 liegt die Lastwagenzufahrt für die Firma Magna an der Flieth. Das bedeutet, dass entweder eine ca. fünf Meter hohe Brücke zwischen Areal 1 und Wassack-Deponie mit beidseitig nahezu 100 m langen Rampen für Fußgänger gebaut werden muss oder man durch Tore mit Personal oder Schleusen für die Eintrittskartenkontrolle den Zugang zum Sportpark ordnen kann.
 
B.5.11.) Sollte der Sportpark auch ohne BUGA realisiert werden, wäre ein kostenloser BUGA Eintritt 2031 für Jugendliche dringend empfehlenswert. Von den BUGA-Besuchern wird niemand Sportzeug bei sich führen, um die Sportgeräte zu benutzen. Ein toter Sportpark ohne Sportler wäre abstoßend. Zudem würde durch vorherige Bauarbeiten und die BUGA den Vohwinkler Jugendlichen für mindestens zwei Jahre dieser Skaterpark als Treffpunkt weggenommen.
 
B.5.12.) Auf den bisherigen Plänen fehlt ein Eingang und Ausgang zur BUGA von der Bahnstraße her, wo der Parkplatz Buntenbeck sein soll. Ein eingeplanter Umweg für Besucher mit Shuttlebussen, über den Bahnhof Vohwinkel und über den Park&Ride-Parkplatz wäre sehr zeitraubend und für die Besucher sehr ärgerlich.
 
B.5.13.) In den bisherigen Planungen gibt es nördlich der Bahntrasse nach Mettmann Hinweise auf Ausstellungen zum Thema Schwammstadt. Soll ausgerechnet eine der wenigen, wenn nicht die einzige, Wuppertaler Fläche ohne Bachlauf das Thema Schwammstadt thematisieren? Hier auf dieser abschüssigen Fläche versickert alles Wasser im kalkhaltigen Gestein, ohne dass sich ein Bachlauf entwickelt hat.
 
B.5.14.) Die Wege vom Areal 1 bzw dem Lokschuppenareal zur Kaiserstraße und Schwebebahn (Bruch) sind schwierig und teilweise sehr steil. Weitgehend behindertengerecht wäre nur der weite Umwseg über den Park&Ride-Platz, über den Akzenta-Parkplatz und hinter dem Stationsgarten zur Schwebebahnendstation. Ist die hier fehlende Eignung für Behinderte eine Gefahr für die Zuschüsse des Landes?
 
B.5.15.) Da sicher viele Besucher die Fahrt zum Areal 2/3 und zum Zoo mit der Schwebebahn erleben möchten, dürfte gerade zur Mittagszeit mit Schülern die Schwebebahn oft überfüllt sein. Dann wären z.B. leere Bahnen notwendig, die erst ab Bruch Fahrgäste aufnehmen
 
 
B.6.) Belastung der Bevölkerung im Westen
 
B.6.1.) Die während der BUGA in Vohwinkel und Sonnborn zu erwartenden dauernden riesigen Staus werden zur Folge haben, dass vor allem Vohwinkler ihre Einkäufe nicht in den Supermärkten längs der stauanfälligen Kaiserstraße erledigen. Die Bewohner der Nordhöhen werden nach Wülfrath oder Velbert ausweichen, die Südhöhenbewohner nach Haan oder Solingen.
 
B.6.2.) Während die Nordhöhenbewohner Ausweichstrecken zur Verfügung haben, wenn sie in die Stadt nach Elberfeld wollen, müssen die Anwohner auf den Südhöhen sich entweder durch die Autobahnstaus oder durch die einspurige Haeselerstraße quälen.
 
B.6.3.) Während der BUGA mit durchschnittlich 10 000 Besuchern täglich, von denen viele mit der Schwebebahn fahren wollen, wird die Schwebebahn wegen des Arealwechsels vor allem mittags oder spätnachmittags völlig überfüllt sein, so dass lange ärgerliche Wartezeiten für Besucher und Vohwinkler nicht zu vermeiden sind. Angedachte zusätzliche Shuttlebusse werden durch die Staus zu ebenfalls sehr langen Fahrtzeiten genötigt. 
 
B.6.4.) Wer als Vohwinkler morgens seinen Parkplatz vor der Haustüre verlässt, wird erst abends nach der BUGA einen neuen Parkplatz finden können. Anliegerparkgebiete sind keine Lösung für die Parkplatzsuche nach tagsüber getätigten Arzt- oder Verwandtenbesuchen.
 
B.6.5.) Die Vohwinkler Jugendlichen müssen während der Bauzeit der BUGA auf ihren Skaterpark ersatzlos verzichten. Freier Eintritt für alle Vohwinkler Schüler während der BUGA wäre die geringste Entschädigung. 
 
B.6.6.) Sowohl die Bezirksvertretungen als auch die Bürgervereine haben bisher die Belastungen für die Bewohner von Vohwinkel, Sonnborn, Nützenberg und Briller Viertel nicht in den Blick genommen. Die Bewohner dieser Stadtteile haben fast keine Vorteile von der BUGA, aber sie müssen viele Nachteile ertragen. Areal 1 in der Tiefe zwischen den Bahndämmen und der vergrößerte Sportpark auf der Wassack-Deponie sind keine adäquaten Verbesserungen der Stadtstruktur als Ausgleich für die riesigen Belastungen. Die täglichen Verärgerungen der Vohwinkler und Sonnborner über die Konsequenzen der BUGA werden massiv sein.
 
B.6.7.) Wie sollen die Bewohner Vohwinkels oder Sonnborns den BUGA-Besuchern "Lust" auf Wuppertal machen, wenn sie selbst unter der BUGA leiden? Die Besucher werden die Verärgerung der Einheimischen, z.B. beim Warten auf die Schwebebahn, sehr stark zu spüren bekommen. Die BUGA wird keine Werbung für Wuppertal sein.
 
 
B.7.) Fazit:
 
B.7.1.) Da die Zerrissenheit der BUGA in mehrere Areale jeden Besucher dazu zwingt, zwischen den Arealen mit öffentlichen Verkehrsmitteln und durch lange Wege fast drei Stunden (siehe B.3.2.3.) zu verbringen, die er nicht der eigentlichen Ausstellung der BUGA widmen kann, trifft dieser negative und ärgerliche Faktor so gut wie alle Besucher. Verärgerte schlechte Kritiken in der Presse und den sozialen Medien sind dabei vorauszusehen und sind schnell eine Antiwerbung für den BUGA-Besuch und für Wuppertal. 
 
B.7.2.) Lange Stau-Wartezeiten vor und nach dem BUGA-Besuch aufgrund überfüllter Straßen und vieler Baustellen werden die Reisenden in PKWs und Reisebusse verärgern und sind ebenfalls keine gute Werbung für weitere Besuche in Wuppertal.
 
B.7.3.) Die Vielzahl ungelöster technischer, juristischer, wirtschaftlicher und finanzieller Probleme stärken zudem mit hoher Wahrscheinlichkeit das große Risiko, dass durch solche Schwierigkeiten die BUGA wie in Rostock nicht stattfinden kann.
 
B.7.4.) Da Wuppertal keine realen Möglichkeiten hat, die zentralen Ärgernisse für Besucher abzuwenden, sollte Wuppertal so früh wie möglich die BUGA 2031 absagen, um nicht weitere Gelder für ein Event zu verschwenden, das das Image Wuppertals nachhaltig beschädigen wird. 
 
 
(Stand 04.10.2026 Manfred Alberti  www.manfredalberti.de  Dieser Artikel evtl. mit Aktualisierungen unter 0.0.0.1.)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Druckversion | Sitemap
© Manfred Alberti

Diese Homepage wurde mit IONOS MyWebsite erstellt.